Klinkenputzen und nächste Schritte

Ein Blog aufzusetzen und dann keine aktuellen Beiträge zu schreiben, ist unangenehm – und wie wir alle wissen, mahlen die Mühlen im öffentlichen Bereich etwas langsamer. Vor allem, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht. Auch Corona hat zumindest zu Beginn nicht wirklich dafür gesorgt, dass es mit dem Standard für Offene Wahldaten weiter ging. Da ist man schon froh, dass die NRW-Kommunalwahlen unter veränderten Bedingungen reibungslos über die Bühne gehen konnten.

Aus vielen enthusiastisch gestarteten ehrenamtlichen oder einmal geförderten Software-Projekten ist hinlänglich bekannt, dass sie nach einer Weile – bzw. nach Ablauf des Förderzeitraums – nicht mehr so weiterentwickelt oder betrieben werden können, wie es nötig wäre, selbst wenn alle Beteiligten es wünschten. Gute Ideen und Projekte machen Spaß, finanzielle Nachhaltigkeit ist anstrengend und schwierig zu erzielen, jedoch immens wichtig.

In unserem Fall geht es jedoch nicht (nur) um ehrenamtliches Engagement, sondern auch um die Weiterentwicklung einer etablierten Wahlsoftware, um die Wahldaten effektiv und anforderungsgerecht bereitstellen zu können. Hierfür lagen kurz nach Livegang dieser Website die Zahlen auf dem Tisch, und die Corona-Monate haben wir genutzt, um Partner für die Finanzierung zu akquirieren – ein mühsames Geschäft. Derzeit sieht es erfreulicherweise aber so aus, also ob eine stabile Förderung mit Finanzmitteln ab dem kommenden Jahr möglich wird. (Ja, wenn es ums Geld geht, ist nicht immer alles „open“ – die Sache ist noch nicht unterschriftsreif, und wir können erst berichten, wenn die Tinte trocken ist.) Drückt uns die Daumen, dass es funktioniert!

Und ganz neu und frisch haben wir eine Anfrage hereinbekommen, ob wir uns vorstellen könnten, unser Wissen und unsere Vorarbeit bei den Leistungen zum Onlinezugangsgesetz (ist OZG) einzubringen, da die Bereitstellung von Ergebnisdaten eine Leistung nach dem OZG ist. Hierzu haben wir Anfang Oktober erste Gespräche, über die wir euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Und was passiert bis dahin mit den Daten?

Trockene Beispieldaten sind langweilig. Die aktuellen Kommunalwahlen bieten uns die Möglichkeit, das Schema auf echte Daten anzuwenden. Dies werden wir nach Abschluss der Wahl kurzfristig für eine Kommune in NRW durchführen und die Daten dann hier „zum Spielen“ bereitstellen.

 

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